Im September 2026 taucht Katja Runge bei Radio Bremen nicht mit einer klassischen Studio-Moderation auf, sondern mit kleinen Porträts aus dem Alltag: Sie trifft einen Bremer DJ, einen Apotheker und einen Forscher am Bunker Valentin. Allein ihre aktuelle Beitragsliste zeigt, wie breit ihre Arbeit angelegt ist – zwischen regionalen Geschichten, Reportage und längeren Dokumentarfilmen.
Einem bundesweiten Publikum wurde ihr Name jedoch aus einem anderen Grund stärker bekannt. Im März 2024 zeigte sich Schauspieler Oliver Mommsen beim Schlittenhunderennen Baltic Lights auf Usedom erstmals öffentlich an ihrer Seite. Runge, die selbst seit Jahren vor und hinter der Kamera arbeitet, rückte damit plötzlich auch als Privatperson ins Interesse der Unterhaltungsmedien.
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Bei Radio Bremen ist Runge weit mehr als nur Moderatorin
Katja Runge gehört zum Team von „buten un binnen“. Dort arbeitet sie als Autorin und Reporterin und steht auch für das Wetterformat des Senders vor der Kamera. Radio Bremen führt sie ausdrücklich als eine der Moderatorinnen von „buten un binnen | wetter“.
Ihre Arbeit geht jedoch deutlich über kurze Wetterauftritte hinaus. Noch 2026 war sie an Reportagen über künstliche Intelligenz in Bremer Straßenbahnen, den Bürgerpark und eine Klassenfahrt nach Worpswede beteiligt. Ein Beitrag über den Alltag von Hausmeistern erschien im August, weitere Porträts folgten bis Anfang September.
Damit steht Runge für eine Form des Regionaljournalismus, die nah an Menschen bleibt. Ihre Themen reichen von Verkehr und Sicherheit bis zu Kultur und ganz gewöhnlichem Arbeitsalltag.
Hinter der Kamera begann eine zweite Laufbahn
Parallel zu ihrer Arbeit für Radio Bremen hat sich Runge als Dokumentarfilmregisseurin etabliert. Ein früher größerer Film war das Porträt „Rita Hayworth – Glamour und Drama einer Hollywood-Legende“, das sie gemeinsam mit Henning van Lil realisierte.
Die Produktion entstand unter anderem in Los Angeles, New York und Bremen. Die Dreharbeiten liefen nach Angaben der norddeutschen Filmförderung zwischen Oktober 2019 und Februar 2020.
Später widmete sich Runge erneut einer Hollywood-Legende. Für „Sidney Poitier – Der Mann, der Hollywood veränderte“ führte sie gemeinsam mit van Lil Regie. Der Film zeichnet Poitiers Weg vom jungen Schauspieler zur historischen Figur des amerikanischen Kinos und der Bürgerrechtsära nach.
Natur, Gesellschaft und Mode statt eines festen Genres
Bemerkenswert an Runges Filmografie ist, dass sie sich nicht auf Prominentenporträts festgelegt hat. Für die Reihe über Naturparks in Portugal reiste sie unter anderem in die Serra da Estrela, wo Landschaft, Landwirtschaft und regionale Traditionen im Mittelpunkt stehen.
2025 folgte mit „Dress Wars“ wiederum ein vollkommen anderes Thema. Die Dokumentation beschäftigt sich mit Kleidung, Uniformen, Status und gesellschaftlichen Regeln. In einer Folge geht es beispielsweise darum, warum bestimmte Milieus eigene Dresscodes entwickeln und welche psychologische Wirkung Kleidung haben kann. Die Regie übernahmen Runge und Henning van Lil gemeinsam.
Diese Wechsel zwischen regionaler Reportage, Naturfilm und kulturgeschichtlicher Dokumentation machen ihre Arbeit schwer auf ein einziges Genre festzulegen.
Der öffentliche Auftritt mit Oliver Mommsen
Privat hält sich Katja Runge weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Deshalb sorgte der gemeinsame Auftritt mit Oliver Mommsen im März 2024 für besondere Aufmerksamkeit. Der frühere Bremer „Tatort“-Darsteller hatte einige Monate zuvor bekannt gemacht, dass seine langjährige Beziehung beendet war.
Später sprach Mommsen öffentlich darüber, dass der Übergang in das neue Leben nicht einfach gewesen sei. In einem Interview, das von mehreren Medien aufgegriffen wurde, beschrieb er diese Phase mit den Worten:
„Das war der Horror. Das war teilweise echt schräg.“
Gemeint war nicht Runge selbst als Ursache der vorherigen Trennung, sondern die schwierige persönliche Situation rund um Trennung und Neubeginn.
Über Alter und Familie bleibt vieles bewusst privat
Über Katja Runges Geburtsdatum, ihr genaues Alter oder weitere Details zu ihrer Familie gibt es derzeit keine verlässlich bestätigten öffentlichen Angaben. Einzelne Webseiten nennen zwar private Informationen, doch diese lassen sich nicht ausreichend durch Primärquellen oder etablierte Medien belegen.
Deshalb ist Zurückhaltung sinnvoll. Öffentlich gut dokumentiert sind vor allem ihre Arbeit für Radio Bremen, ihre Dokumentarfilmprojekte sowie die Beziehung zu Oliver Mommsen.
Eine Journalistin, die lieber Geschichten anderer erzählt
Katja Runge ist damit keine klassische Prominente, die ihre Bekanntheit aus dem eigenen Privatleben bezieht. Ihre Karriere verlief lange in die entgegengesetzte Richtung: als Reporterin, Autorin und Regisseurin, deren Aufgabe darin besteht, andere Menschen und ihre Geschichten sichtbar zu machen.
Auch 2026 bleibt dieser Schwerpunkt erkennbar. Während ihr Name durch die Beziehung zu Oliver Mommsen häufiger in Promi-Medien auftaucht, arbeitet sie weiter an Reportagen und Porträts für Radio Bremen. Gerade dieser Kontrast zwischen öffentlicher Aufmerksamkeit und journalistischer Arbeit prägt ihr heutiges Bild.


