Als Ursula von der Leyen im September 2025 vor dem Europäischen Parlament über die Gefahren sozialer Medien für Minderjährige sprach, argumentierte sie nicht nur als Präsidentin der Europäischen Kommission. Sie verwies ausdrücklich auf ihre eigene Familie: Sie sei Mutter von sieben Kindern und inzwischen Großmutter von vier Enkelkindern.
Dass von der Leyen sieben Kinder hat, begleitet ihre öffentliche Karriere seit Jahrzehnten. Anders als ihre Mutter haben die inzwischen erwachsenen Kinder jedoch weitgehend ein Leben außerhalb des politischen Rampenlichts geführt. Gerade deshalb ist manches über die Familie gut dokumentiert, während viele vermeintlich genaue Angaben im Internet nicht zuverlässig belegt sind.
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Sieben Kinder zwischen 1987 und 1999
Ursula von der Leyen und ihr Ehemann Heiko von der Leyen haben sieben gemeinsame Kinder. Die Europäische Kommission beschreibt ihre Präsidentin in ihrer aktuellen Biografie ausdrücklich als „mother of seven“ und bestätigt damit eine der bekanntesten persönlichen Angaben über die deutsche Politikerin. aktuellen Biografie der Europäischen Kommission
In etablierten Medienporträts werden die Kinder als David, Sophie, Maria Donata, Victoria, Johanna, Egmont und Gracia genannt. Als Geburtsjahre gelten 1987, 1989, 1992, 1994, 1994, 1998 und 1999; Victoria und Johanna sind Zwillinge.
Damit sind heute alle sieben Kinder erwachsen. Über Partnerschaften, genaue Wohnorte oder den aktuellen Beruf jedes einzelnen Familienmitglieds gibt es dagegen keine durchgehend verlässliche öffentliche Dokumentation.
Kalifornien wurde zu einem wichtigen Familienkapitel
Ein prägendes Kapitel spielte sich Anfang der 1990er-Jahre in den USA ab. 1992 zog Ursula von der Leyen mit ihrer Familie nach Kalifornien, wo ihr Mann im Umfeld der Stanford University tätig war. 1996 kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Die Stanford University dokumentiert diesen Abschnitt ihres Lebenslaufs
Gerade diese Jahre erwähnte von der Leyen später wiederholt als wichtige Erfahrung für ihr Familienverständnis. Als sich ihre Zwillinge ankündigten, hatte das Paar bereits drei kleine Kinder. In einem persönlichen Beitrag aus dem Jahr 2007 erinnerte sie sich daran, wie stark Nachbarn und Bekannte der Familie nach der Geburt halfen.
„Man wird durch nichts so erzogen wie durch seine Kinder.“
Für von der Leyen bedeutete das Leben mit einer großen Familie nach eigener Darstellung auch, Kontrolle abzugeben. Die Kinder hätten dadurch mehr Freiheiten erhalten, gleichzeitig aber früher Verantwortung für sich selbst übernehmen müssen.
Familie wurde später auch zu ihrem politischen Thema
Als Ursula von der Leyen 2005 Bundesfamilienministerin wurde, ließ sich ihre persönliche Erfahrung mit sieben Kindern kaum von ihrer politischen Wahrnehmung trennen. In ihrer Amtszeit setzte sie sich insbesondere für bessere Kinderbetreuung und eine stärkere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein.
Auch Jahre später, inzwischen als Verteidigungsministerin, sprach sie darüber, wie stark ihre Kinder ihre eigene Arbeitsweise verändert hätten. Sie sagte, die sieben Kinder hätten „ganz viel Ordnung“ in ihr Leben gebracht. Wer wisse, dass morgens um sechs die Kinder vor dem Bett stünden, ändere automatisch seinen Tagesrhythmus.
Dabei sollte ihre Familiengeschichte nicht mit einer einfachen Erfolgserzählung verwechselt werden. Von der Leyen selbst sprach immer wieder davon, wie knapp Zeit in einem Alltag zwischen Beruf, Ehe und Kindern war.
Über die einzelnen Kinder bleibt vieles privat
Die Namen der sieben Kinder sind seit Jahren öffentlich bekannt, doch sie haben sich sehr unterschiedlich stark der Öffentlichkeit ausgesetzt. Anders als bei vielen Politikerfamilien entwickelte sich daraus bislang keine gemeinsame öffentliche „Familienmarke“.
Über einzelne berufliche Wege existieren nachvollziehbare Hinweise, andere Angaben beruhen jedoch lediglich auf Profilen, Datenbanken oder Namensgleichheiten. Deshalb ist es sinnvoll, bei Aussagen über Arbeitgeber, Beziehungen oder Wohnorte zurückhaltend zu bleiben.
Diese Grenze zwischen Bekanntheit der Eltern und Privatsphäre der Kinder zeigt sich auch bei anderen prominenten Familien. Wie unterschiedlich Kinder mit öffentlicher Aufmerksamkeit umgehen können, zeigt etwa das Porträt über Lou Samuel und ihr Aufwachsen im Schatten berühmter Eltern.
Aus der Mutter von sieben Kindern wurde eine Großmutter
Von der Leyens Familienrolle hat sich inzwischen verändert. Die Kinder, die früher regelmäßig Bestandteil politischer Porträts über die junge Ministerin waren, sind längst erwachsen.
Im September 2025 bezeichnete sie sich öffentlich als Großmutter von vier Enkelkindern. Bemerkenswert ist, dass sie diesen familiären Hintergrund inzwischen nur punktuell in politische Reden einfließen lässt – etwa dann, wenn es um Kinder, digitale Risiken oder gesellschaftliche Verantwortung geht.
Parallel dazu ist ihre politische Verantwortung weiter gewachsen. Seit 2019 steht sie an der Spitze der Europäischen Kommission; im Juli 2024 wurde sie für eine zweite Amtszeit gewählt.
So bleibt die große Familie ein wichtiger Teil ihrer Biografie, ohne dass ihre Kinder selbst zu öffentlichen Figuren geworden sind. Bekannt ist vor allem das, was Ursula von der Leyen über ihr eigenes Leben als Mutter erzählt hat. Das heutige Privatleben ihrer sieben erwachsenen Kinder gehört dagegen weitgehend ihnen selbst.


